Neut / Hühnerkamp - Aukruger Bund

Aukruger Bund für Natur- und Landschaftsschutz e.V.
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Projekte
Der Neut und der Hühnerkamp
Neut, Knick, Hühnerkamp, Hexenwald (von vorne nach hinten)
Der Neut ist eine Gemeindefläche, zwischen Innien und Bünzen gelegen, die durch einen Knick zweigeteilt ist. Richtung Süden liegt unsere "Heidenelkefläche", ein Sandmagerrasen, der schon seit 25 Jahren brach liegt und entsprechend ausgemagert ist. Hier wächst der größte Bestand an Heidenelke in Aukrug. Richtung Norden befindet sich die "fette Fläche", der Hühnerkamp, eine noch sehr nährstoffreiche 0,8 ha große, ehemalige Ackerfläche, die nach intensiver Nutzung vor Jahren aus der Bewirtschaftung genommen wurde.
Dem Aukruger Bund wurde schon 1990 die Pflege und Entwicklung des Neut zu einem Magerrasenstandort von der Gemeinde übertragen. In jährlich wiederkehrenden Arbeitseinsätzen werden insbesonders der Aufwuchs von Zitterpappel und Spätblühender Traubenkirsche aus den Flächen entfernt, damit der wertvolle Bestand u.a. der Heidenelke erhalten bleibt bzw. sich weiter ausdehnen kann. Weitere Maßnahmen sind die Knickpflege und seit den letzten Jahren auch die Entfernung des Farns, Sauerampfers und des Jakob-Greiskrauts, um eine flächendeckende Ausbreitung zu verhindern.
Die Heidenelke
2008 waren Pappeln und Traubenkirschen noch fast flächendeckend vorhanden. Eine Verwaldung der Fläche drohte.
Auf dem Neut blüht es

Anfang - Mitte August 2020 blühen die Wildblumen auf dem Neut, hier ist die Heidenelke wieder reichlich vertreten, und vor allem auf dem Trockenrasen / der Oberbodenabtragsfläche auf der Hühnerkampsfläche.

Mahd der Flächen im Spätsommer 2020

Mitte September 2020 wurden der Neut und die Oberbodenauftragsfläche auf der Hühnerkampsfläche gemäht und das Mahdgut zum Trocknen und zur Vorbereitung der Abfuhr in Schwad gelegt. Die Abfuhr wird in den nächsten Tagen erfolgen, damit die organischen Stoffe den Boden nicht auf natürliche Weise düngen. Dies würde unsere Bestrebungen zur Ausmagerung des Bodens widerlaufen. Die Oberbodenabtragsfläche, auf der die Wildpflanzen im Spätsommer reichlich blühten, wurde noch nicht gemäht.
Neben den jährlich wiederkehrenden Pflegemaßnahmen gab es in den vergangenen Jahren auch einige besondere Maßnahmen auf den Flächen.

Am 04.08.12 fand eine gemeinsame Begehung der AG für Botanik im Heimatverband für den Kreis Steinburg e.V. mit dem Aukruger Bund auf dem Neut statt. Dabei wurden von den Mitgliedern der Botanik AG die vorhandenen Wildpflanzen auf dem Neut gesichtet und bestimmt. Das Ergebnis dieser Besichtigung stellten sie uns dankenswerter Weise auf dieser Liste, die von Ute mit den deutschen Pflanzennamen ergänzt wurde, zur Verfügung. Neben der auf der Roten Liste stehenden Heidenelke fanden sich auch noch weitere seltene Pflanzen wie das Bergsandglöckchen oder das Knäuel.

Heidenelke und Knäuel

Projekt “Blütenmeer 2020” auf dem Hühnerkamp
Am 13.09.14 wurde auf Initiative der Stiftung Naturschutz SH und Dr. Björn Rickert auf vorsichtige und entsprechend mühsame Art unsere Heidenelke-Fläche auf dem Neut als Saat-Spenderfläche gemäht. Das Mähgut wurde aufgenommen und noch am gleichen Tag auf eine vorbereitete Fläche ebenfalls im Aukrug und in Brokstedt übertragen. Nach der Mahd machte dieser Teil des Neut kurzfristig einen Park ähnlichen Eindruck. Bis ins Jahr 2020 will die Stiftung Naturschutz in ihrem Projekt "BlütenMeer 2020" gezielt  extensiv bewirtschaftete Flächen durch Saatübertragung aufwerten.
Im August 2015 wurden Maßnahmen getroffen, auch den Hühnerkamp im Zuge des Projektes "Blütenmeer 2020" auszumagern. Hierzu wurde dieser Bereich zunächst gemäht und anschließend gefräst. Auf zwei Drittel der Fläche wurde der Oberboden abgeschoben und der Abtrag auf dem letzten Drittel verteilt, begradigt und gewalzt. Auf die Oberboden-Abtragfläche erfolgte im Anschluss eine Saatübertragung von unserer Heidenelkenfläche sowie von Saat aus der Nordoer Heide. Mit diesen Maßnahmen hoffen wir auf eine Ansiedlung der Heidenelke und anderer Magerstandort liebenden Blühpflanzen auch auf dem Hühnerkamp. Auf der Oberbodenfläche wurde Regiosaat ausgebracht. Dieser Teil soll künftig der Heugewinnung dienen und so auf natürliche Weise ausgemagert werden.
Aufsetzen eines neuen Knicks - Winter 2017/18 - Winter 2018/19
In 2017 hatten wir entschieden, den Neut entlang des Mittelknicks wieder auszumagern, da der Aufwuchs immer dichter wurde. Die Umsetzung dieses Projektes zog sich jedoch übermäßig in die Länge, u.a. auch weil die Untere Naturschutzbehörde hierbei involviert werden musste. Zur Ausmagerung wurde der Boden auf einer Länge von jeweils ca. 10 m beidseitig vom Mittelknick abgezogen. Mit dem abgezogenen Material wurde dann der alte abgesackte Knick neu aufgesetzt. Vorher hatten wir bereits versucht, den alten Knick weitest möglich von der Traubenkirsche zu befreien.






Anschließend wurde der Knick mit Heu gemulcht.
Das Fertigstellen des Wildzaunes war erneut eine Geduldsprobe aufgrund des unbeständigen Wetters, aber dann hat auch dies geglückt. Zunächst wurden im März 2018 mit geballter Women-Power bei frostigem Wetter die Pfähle gesetzt. Zum Bepflanzen war es im Nachhinein zum Glück zu spät, weil sich a) der Knick erst setzen musste, und b) der sehr trockene Sommer vor uns lag. Die Pflanzen hätten die extreme Trockenheit  nicht überlebt.


Gepflanzt wurde dann erst im Dezember 2018.
So sieht es im Mai 2020 aus
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